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Funktionaler Zusammenhang Klasse 11 Arbeitsblätter

Imaginesis: Mathe-Arbeitsblätter zum Ausdrucken, Klasse 11 (Deutschland), Leitidee Funktionaler Zusammenhang — Bernoulli-Ketten und Binomialverteilung nutzen, Funktionswerte von Exponentialfunktionen berechnen, Bestände aus Änderungsraten berechnen: Sachaufgaben mit Hinweisen, Lösungen und Rechenweg als PDF, auch als Klassenarbeit in Gruppen A–D.

Arbeitsblatt für Klasse 11 erstellen Multiple-Choice-Test

Beispielaufgaben

Ein Versuch wird 4-mal unabhängig wiederholt; jeder Versuch ist mit der Wahrscheinlichkeit p ein Erfolg. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der Erfolge 1 beträgt.

p = 1/3

Lösung: 32/81

Berechne den Funktionswert für den angegebenen x-Wert.

f(x) = 22 · (1/2)ˣ, f(3) = □

Lösung: 11/4

Kompetenzen in dieser Leitidee

Bernoulli-Ketten und Binomialverteilung nutzen

Die Jugendlichen lernen, mehrstufige Zufallsexperimente als Bernoulli-Kette zu modellieren sowie Trefferwahrscheinlichkeiten und den Erwartungswert der Binomialverteilung zu berechnen.

KMKS2.DZ.4 die Binomialverteilung und ihre Kenngrößen nutzen
KMKS2.FZ.12 Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen zur Beschreibung stochastischer Situationen nutzen

In der 11. Klasse lernen die Jugendlichen, Zufallsprozesse mit genau zwei möglichen Ausgängen – wie Treffer oder Niete – mathematisch zu erfassen. Sie untersuchen Situationen, in denen Versuche unabhängig voneinander wiederholt werden und sich die Trefferwahrscheinlichkeit nicht ändert. Darauf aufbauend nutzen sie die Binomialverteilung, um Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Trefferzahlen zu ermitteln und Kenngrößen wie den Erwartungswert zu berechnen.

Häufig schleichen sich Fehler ein, wenn die Voraussetzungen eines Bernoulli-Experiments übersehen werden: Beispielsweise verändern sich bei Zufallsexperimenten ohne Zurücklegen die Wahrscheinlichkeiten mit jedem Zug, sodass keine Binomialverteilung angewendet werden darf. Ein weiterer typischer Fehler liegt im Auslassen des Binomialkoeffizienten in der Rechenformel, wodurch versehentlich nur eine einzige Pfadreihenfolge statt aller möglichen Trefferkombinationen berücksichtigt wird.

In Übungsaufgaben zur Bernoulli-Kette und zum Erwartungswert der Binomialverteilung bearbeiten die Jugendlichen praxisnahe Fragestellungen. Typische Aufgaben verlangen etwa die Berechnung der Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Trefferzahl bei Qualitätsprüfungen, bei Multiple-Choice-Tests oder bei Würfelspielen sowie das Bestimmen des langfristig zu erwartenden Mittelwerts.

Funktionswerte von Exponentialfunktionen berechnen

Jugendliche berechnen Funktionswerte von wachsenden und fallenden Exponentialfunktionen und nutzen diese zur Beschreibung quantitativer Zusammenhänge.

KMKS2.FZ.1 die sich aus den Funktionen der Sekundarstufe I ergebenden Funktionsklassen zur Beschreibung und Untersuchung quantifizierbarer Zusammenhänge nutzen

In der 11. Klasse nutzen Schülerinnen und Schüler die aus der Mittelstufe bekannten Exponentialfunktionen, um quantitative Zusammenhänge rechnerisch zu untersuchen. Sie setzen vorgegebene Zahlenwerte für die Variable ein und berechnen den zugehörigen Funktionswert sowohl für zunehmende als auch für abnehmende Entwicklungen.

Ein typischer Fehler entsteht bei der Beachtung der Rechengesetze: Bei Funktionstermen wie a · bx wird häufig zuerst fälschlicherweise die Multiplikation von a und b ausgeführt, anstatt zuerst die Potenz bx zu berechnen. Zudem führen gebrochene oder negative Exponenten bei fallenden Verläufen immer wieder zu Fehlern bei der Umformung und Auswertung.

Typische Aufgabenformate wie Wert einer Exponentialfunktion verlangen das präzise Ausrechnen des Funktionswerts an einer konkreten Stelle. In Aufgaben zur Fallenden Exponentialfunktion ermitteln die Jugendlichen gezielt Zwischen- oder Endwerte von Zerfalls- und Abnahmeprozessen anhand der passenden Funktionsgleichung.

Bestände aus Änderungsraten berechnen

Jugendliche lernen, aus einer gegebenen Änderungsrate und einem Anfangsbestand den tatsächlichen Gesamtbestand über das bestimmte Integral zu berechnen.

KMKS2.FZ.9 das bestimmte Integral deuten, insbesondere als (re-)konstruierten Bestand
KMKS2.ME.5 Bestände aus Änderungsraten und Anfangsbestand berechnen

In der 11. Klasse lernen die Jugendlichen im Rahmen der Integralrechnung, wie sich ein Gesamtwert über die Zeit aus einer Zufluss- oder Änderungsrate rekonstruieren lässt. Sie nutzen das bestimmte Integral, um die aufgelaufene Veränderung in einem Zeitraum zu ermitteln, und verknüpfen dieses Ergebnis mit dem Anfangsbestand, um den tatsächlichen Endwert zu bestimmen.

Ein typischer Fehler besteht darin, den Anfangsbestand zu vergessen. Viele Schülerinnen und Schüler berechnen zwar das Integral der Änderungsrate mathematisch richtig, setzen dieses Zwischenergebnis jedoch fälschlicherweise mit dem Gesamtbestand gleich. Dabei wird übersehen, dass das Integral nur den reinen Zuwachs beschreibt und die bereits zu Beginn vorhandene Menge noch addiert werden muss.

In Übungen wie der Vorlage Bestand aus der Zuflussrate bearbeiten die Jugendlichen praxisnahe Sachsituationen. Typischerweise ist beispielsweise eine Funktion vorgegeben, die das Einströmen von Wasser in ein Becken beschreibt, zusammen mit dem Wasserstand zu Beginn. Die Aufgabe besteht darin, durch Integration der Zuflussrate und Addition des Startwerts das gesamte Wasservolumen zu einem festgelegten Zeitpunkt exakt zu ermitteln.

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