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Lehrplan (Deutschland)

Mathematik — Klasse 11

Mathematik in der Oberstufe, Klasse 11: Ableitung und Kurvendiskussion, Integralrechnung, Vektoren und Geraden im Raum, Matrizen und lineare Gleichungssysteme, bedingte Wahrscheinlichkeit und Binomialverteilung. Zu jedem Thema fertige Aufgabenvorlagen.

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Was lernt man in Klasse 11 in Mathematik?

In der Oberstufe bestimmt man Änderungsraten und Ableitungen, Tangenten, Monotonie und Extrema, und mit Stammfunktionen und bestimmten Integralen Flächen, Bestände und Rotationsvolumen. In der analytischen Geometrie rechnet man mit Vektoren, Skalarprodukt und Geraden im Raum, löst lineare Gleichungssysteme auch mit Matrizen und berechnet bedingte Wahrscheinlichkeiten, Erwartungswerte und Bernoulli-Ketten.

Wichtig zu den Bildungsstandards: Die KMK-Bildungsstandards beschreiben, was am Ende der Sekundarstufe I bzw. bei der Allgemeinen Hochschulreife erreicht wird — nicht Jahr für Jahr. Die Zuordnung zur Klasse ist unsere Entscheidung nach den Kernlehrplänen der Länder (zuerst Nordrhein-Westfalen).

Stand der Seite: Die Aufgaben dieser Klasse sind als reine Rechenaufgaben fertig (Aufgabenstellung und Formel); Aufgaben mit Abbildung und Sachkontexte folgen.

Lehrplanumfang

  1. KMKS2.AZ (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Algorithmus und Zahl

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee Algorithmus und Zahl (L1)

  2. KMKS2.AZ.1 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    geeignete Verfahren zur Lösung von Gleichungen und Gleichungssystemen auswählen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee AZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 1

    Gleichungssysteme mit dem Additionsverfahren lösen (bei uns in Klasse 11-12)

  3. KMKS2.AZ.2 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    ein algorithmisches Lösungsverfahren für lineare Gleichungssysteme erläutern und es anwenden

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee AZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 2

    Gleichungssysteme mit drei Unbekannten lösen (bei uns in Klasse 11-12)

  4. KMKS2.AZ.3 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Grenzwerte auf der Grundlage eines propädeutischen Grenzwertbegriffs insbesondere bei der Bestimmung von Ableitung und Integral nutzen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee AZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 3

    Grenzwerte von Zahlenfolgen bestimmen (bei uns in Klasse 11-12)

  5. KMKS2.AZ.4 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    einfache Sachverhalte mit Tupeln oder Matrizen beschreiben

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee AZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 4

    Rechnen mit Matrizen und Vektoren (bei uns in Klasse 11-12)

  6. KMKS2.AZ.5 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    mathematische Prozesse durch Matrizen unter Nutzung von Matrizenmultiplikation und inversen Matrizen beschreiben (A1)

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee AZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 5

    Rechnen mit Matrizen und Vektoren (bei uns in Klasse 11-12) · 2x2-Matrizen: Determinante und inverse Matrix (bei uns in Klasse 11-12)

  7. KMKS2.ME (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Messen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee Messen (L2)

  8. KMKS2.ME.1 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte

    Streckenlängen und Winkelgrößen im Raum auch mithilfe des Skalarprodukts bestimmen

    eigene Zusammenfassung des Punktes · KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee ME, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 1

    Skalarprodukt: Winkel und Orthogonalität im Raum (bei uns in Klasse 11-12) · Vektoren im Raum: Längen berechnen und Lage prüfen (bei uns in Klasse 11-12)

  9. KMKS2.ME.2 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Sekanten- und Tangentensteigungen an Funktionsgraphen bestimmen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee ME, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 2

    Tangente mit der Ableitung bestimmen (bei uns in Klasse 11-12) · Mittlere Änderungsrate berechnen und verstehen (bei uns in Klasse 11-12)

  10. KMKS2.ME.3 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Änderungsraten berechnen und deuten

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee ME, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 3

    Ableitungsregeln: Potenz-, Produkt- und Kettenregel (bei uns in Klasse 11-12) · Mittlere Änderungsrate berechnen und verstehen (bei uns in Klasse 11-12)

  11. KMKS2.ME.4 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Inhalte von Flächen, die durch Funktionsgraphen begrenzt sind, bestimmen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee ME, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 4

    Flächen unter einer Parabel berechnen (bei uns in Klasse 11-12)

  12. KMKS2.ME.5 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Bestände aus Änderungsraten und Anfangsbestand berechnen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee ME, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 5

    Bestände aus Änderungsraten berechnen (bei uns in Klasse 11-12)

  13. KMKS2.ME.6 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Lage- und Streumaße einer Stichprobe bestimmen und deuten

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee ME, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 6

    Den gewichteten Durchschnitt berechnen (bei uns in Klasse 11-12) · Varianz und Streuung von Datenreihen berechnen (bei uns in Klasse 11-12)

  14. KMKS2.ME.7 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Erwartungswert und Standardabweichung diskreter Zufallsgrößen bestimmen und deuten

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee ME, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 7

    Erwartungswert aus einer Tabelle berechnen (bei uns in Klasse 11-12)

  15. KMKS2.RF (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Raum und Form

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee Raum und Form (L3)

  16. KMKS2.RF.1 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    geometrische Sachverhalte in Ebene und Raum koordinatisieren

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee RF, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 1

    Vektoren im Raum: Längen berechnen und Lage prüfen (bei uns in Klasse 11-12)

  17. KMKS2.RF.2 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    elementare Operationen mit geometrischen Vektoren ausführen und Vektoren auf Kollinearität untersuchen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee RF, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 2

    Länge von Vektoren und Linearkombinationen (bei uns in Klasse 11-12) · Vektoren im Raum: Längen berechnen und Lage prüfen (bei uns in Klasse 11-12)

  18. KMKS2.RF.3 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    das Skalarprodukt geometrisch deuten

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee RF, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 3

    Skalarprodukt geometrisch deuten und anwenden (bei uns in Klasse 11-12)

  19. KMKS2.RF.4 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Vektoren beim Arbeiten mit geradlinig bzw. ebenflächig begrenzten geometrischen Objekten anwenden (A2)

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee RF, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 4

    Vektoren im Raum: Längen berechnen und Lage prüfen (bei uns in Klasse 11-12) · Punkte und Geraden im dreidimensionalen Raum (bei uns in Klasse 11-12)

  20. KMKS2.RF.5 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Geraden und Ebenen analytisch beschreiben und die Lagebeziehungen von Geraden untersuchen (A2)

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee RF, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 5

    Punkte und Geraden im dreidimensionalen Raum (bei uns in Klasse 11-12)

  21. KMKS2.FZ (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Funktionaler Zusammenhang

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee Funktionaler Zusammenhang (L4)

  22. KMKS2.FZ.1 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    die sich aus den Funktionen der Sekundarstufe I ergebenden Funktionsklassen zur Beschreibung und Untersuchung quantifizierbarer Zusammenhänge nutzen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 1

    Funktionswerte von Exponentialfunktionen berechnen (bei uns in Klasse 11-12) · Funktionswerte quadratischer Funktionen berechnen (bei uns in Klasse 11-12) · Graphen von Funktionen gezielt verschieben (bei uns in Klasse 11-12)

  23. KMKS2.FZ.2 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    in einfachen Fällen Verknüpfungen und Verkettungen von Funktionen zur Beschreibung quantifizierbarer Zusammenhänge nutzen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 2

    Funktionen miteinander verketten (bei uns in Klasse 11-12)

  24. KMKS2.FZ.3 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    die Ableitung insbesondere als lokale Änderungsrate deuten

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 3

    Ableitungsregeln: Potenz-, Produkt- und Kettenregel (bei uns in Klasse 11-12)

  25. KMKS2.FZ.4 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Änderungsraten funktional beschreiben (Ableitungsfunktion) und interpretieren

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 4

    Ableitungsregeln: Potenz-, Produkt- und Kettenregel (bei uns in Klasse 11-12)

  26. KMKS2.FZ.5 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    die Funktionen der Sekundarstufe I ableiten, auch unter Nutzung der Faktor- und Summenregel

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 5

    Ableitungsregeln: Potenz-, Produkt- und Kettenregel (bei uns in Klasse 11-12)

  27. KMKS2.FZ.6 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    die Produktregel zum Ableiten von Funktionen verwenden

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 6

    Ableitungsregeln: Potenz-, Produkt- und Kettenregel (bei uns in Klasse 11-12)

  28. KMKS2.FZ.7 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    die Ableitung zur Bestimmung von Monotonie und Extrema von Funktionen nutzen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 7

    Monotonie und Extrempunkte mit Ableitungen bestimmen (bei uns in Klasse 11-12)

  29. KMKS2.FZ.8 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    den Ableitungsgraphen aus dem Funktionsgraphen und umgekehrt entwickeln

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 8

  30. KMKS2.FZ.9 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    das bestimmte Integral deuten, insbesondere als (re-)konstruierten Bestand

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 9

    Stammfunktionen und bestimmte Integrale berechnen (bei uns in Klasse 11-12) · Bestände aus Änderungsraten berechnen (bei uns in Klasse 11-12)

  31. KMKS2.FZ.10 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    geometrisch-anschaulich den Hauptsatz als Beziehung zwischen Ableitungs- und Integralbegriff begründen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 10

  32. KMKS2.FZ.11 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Funktionen mittels Stammfunktionen integrieren

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 11

    Stammfunktionen und bestimmte Integrale berechnen (bei uns in Klasse 11-12)

  33. KMKS2.FZ.12 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen zur Beschreibung stochastischer Situationen nutzen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee FZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 12

    Erwartungswert aus einer Tabelle berechnen (bei uns in Klasse 11-12) · Bernoulli-Ketten und Binomialverteilung nutzen (bei uns in Klasse 11-12)

  34. KMKS2.DZ (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Daten und Zufall

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee Daten und Zufall (L5)

  35. KMKS2.DZ.1 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    exemplarisch statistische Erhebungen planen und beurteilen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee DZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 1

  36. KMKS2.DZ.2 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Sachverhalte mithilfe von Baumdiagrammen oder Vierfeldertafeln untersuchen und damit Problemstellungen im Kontext bedingter Wahrscheinlichkeiten lösen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee DZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 2

    Bedingte Wahrscheinlichkeit aus Vierfeldertafeln (bei uns in Klasse 11-12) · Totale Wahrscheinlichkeit und Satz von Bayes (bei uns in Klasse 11-12)

  37. KMKS2.DZ.3 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Teilvorgänge mehrstufiger Zufallsexperimente auf stochastische Unabhängigkeit anhand einfacher Beispiele untersuchen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee DZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 3

  38. KMKS2.DZ.4 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    die Binomialverteilung und ihre Kenngrößen nutzen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee DZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 4

    Bernoulli-Ketten und Binomialverteilung nutzen (bei uns in Klasse 11-12)

  39. KMKS2.DZ.5 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    Simulationen zur Untersuchung stochastischer Situationen verwenden

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee DZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 5

  40. KMKS2.DZ.6 (eigene Nummerierung) · Lerninhalte · mit dem Rechtsakt abgeglichen

    in einfachen Fällen aufgrund von Stichproben auf die Gesamtheit schließen

    KMK Bildungsstandards AHR (2012), Leitidee DZ, grundlegendes und erhöhtes Niveau, Punkt 6

Kompetenzen Schritt für Schritt

Ableitungsregeln: Potenz-, Produkt- und Kettenregel

Schülerinnen und Schüler leiten ganzrationale und zusammengesetzte Funktionen mit Produkt- und Kettenregel ab und berechnen Ableitungswerte an konkreten Stellen.

Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.3 (eigene Nummerierung) die Ableitung insbesondere als lokale Änderungsrate deuten
Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.4 (eigene Nummerierung) Änderungsraten funktional beschreiben (Ableitungsfunktion) und interpretieren
Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.5 (eigene Nummerierung) die Funktionen der Sekundarstufe I ableiten, auch unter Nutzung der Faktor- und Summenregel
Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.6 (eigene Nummerierung) die Produktregel zum Ableiten von Funktionen verwenden
Lehrplanpunkt KMKS2.ME.3 (eigene Nummerierung) Änderungsraten berechnen und deuten

In Klasse 11 bestimmen die Jugendlichen Ableitungsfunktionen und deuten das Ergebnis als lokale Änderungsrate. Sie bilden die Ableitung von Polynomen und nutzen dabei Rechenregeln wie die Potenz-, Faktor- und Summenregel. Für zusammengesetzte Funktionen wenden sie die Produktregel sowie die Kettenregel an, um Terme rechnerisch zu differenzieren oder den Steigungswert an einem bestimmten Punkt zu ermitteln.

Häufige Fehler treten beim unvollständigen Anwenden der Rechenregeln auf. Bei Produkten wird oft fälschlicherweise angenommen, dass man lediglich beide Teile einzeln ableiten und multiplizieren muss, statt die vollständige Produktregel anzuwenden. Bei verketteten Funktionen wird im Eifer des Rechnens gerne das Nachdifferenzieren mit der inneren Ableitung vergessen.

In der Praxis bearbeiten die Schülerinnen und Schüler dazu konkrete Aufgaben wie die Ableitung eines Polynoms, Übungen zur Produktregel und Kettenregel oder sie berechnen den Ableitungswert an einer Stelle für einen vorgegebenen Zahlenwert.

Monotonie und Extrempunkte mit Ableitungen bestimmen

Schülerinnen und Schüler nutzen die Ableitung, um zu prüfen, ob Funktionsgraphen steigen oder fallen, und berechnen lokale Hoch- und Tiefpunkte.

Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.7 (eigene Nummerierung) die Ableitung zur Bestimmung von Monotonie und Extrema von Funktionen nutzen

In Klasse 11 lernen Jugendliche, das Steigungsverhalten von Funktionsgraphen rechnerisch über die erste Ableitung zu untersuchen. Sie bestimmen mathematisch genau, in welchen Bereichen ein Graph ansteigt oder abfällt, und leiten daraus die genaue Lage lokaler Hoch- und Tiefpunkte ab.

Häufig verwechseln Lernende den Funktionswert an einer Stelle mit dem Wert der Ableitung. Ein positiver Funktionswert bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Graph auch steigt. Ein weiterer typischer Fehler ist es, sich bei der Suche nach Extrempunkten nur darauf zu beschränken, die Ableitung gleich null zu setzen, ohne anschließend zu überprüfen, ob wirklich ein Vorzeichenwechsel von Plus nach Minus oder von Minus nach Plus stattfindet.

In Übungsaufgaben bearbeiten die Jugendlichen konkrete Fragestellungen aus den folgenden Bereichen:

  • Feststellen, wo ein Graph monoton steigend oder monoton fallend verläuft,
  • Exaktes Berechnen der Stelle und Koordinaten für ein lokales Maximum oder ein lokales Minimum.

Rechnen mit Matrizen und Vektoren

Jugendliche lernen, Matrizen zu addieren, mit Zahlen zu vervielfachen sowie Matrizen mit Vektoren und anderen Matrizen zu multiplizieren.

Lehrplanpunkt KMKS2.AZ.4 (eigene Nummerierung) einfache Sachverhalte mit Tupeln oder Matrizen beschreiben
Lehrplanpunkt KMKS2.AZ.5 (eigene Nummerierung) mathematische Prozesse durch Matrizen unter Nutzung von Matrizenmultiplikation und inversen Matrizen beschreiben (A1)

In der 11. Klasse wenden Schülerinnen und Schüler grundlegende Rechenoperationen auf Matrizen an. Sie bilden Linearkombinationen, indem sie Matrizen gleichen Typs addieren und mit Zahlen multiplizieren. Zudem führen sie Multiplikationen durch, bei denen eine Matrix auf einen Vektor oder auf eine andere Matrix trifft, um tabellarische Sachverhalte und mehrstufige Abläufe rechnerisch darzustellen.

Ein typischer Fehler tritt bei der Multiplikation auf: Häufig werden Einträge an derselben Position einfach miteinander multipliziert, anstatt die Rechenregel „Zeile mal Spalte“ anzuwenden. Ebenso wird oft übersehen, dass eine Multiplikation nur dann rechnerisch definiert ist, wenn die Spaltenanzahl der ersten Matrix mit der Zeilenanzahl der zweiten Matrix oder des Vektors übereinstimmt.

Praktische Aufgabenstellungen orientieren sich an den folgenden Formaten:

  • Linearkombination von Matrizen: Gegebene Matrizen werden mit Faktoren skaliert und addiert oder voneinander subtrahiert.
  • Matrix mal Vektor: Eine Matrix wird mit einem Vektor multipliziert, um ein neues Zustandsergebnis zu berechnen.
  • Produkt von Matrizen: Zwei passende Matrizen werden miteinander multipliziert, um hintereinandergeschaltete Prozesse in einer einzigen Matrix zusammenzufassen.

Skalarprodukt: Winkel und Orthogonalität im Raum

Schülerinnen und Schüler berechnen das Skalarprodukt von dreidimensionalen Vektoren, um Winkelgrößen im Raum zu bestimmen und zu prüfen, ob Vektoren orthogonal zueinander sind.

Lehrplanpunkt KMKS2.ME.1 (eigene Nummerierung) Streckenlängen und Winkelgrößen im Raum auch mithilfe des Skalarprodukts bestimmen

In Klasse 11 nutzen Jugendliche das Skalarprodukt, um geometrische Beziehungen im dreidimensionalen Raum rechnerisch zu untersuchen. Sie multiplizieren die Koordinaten zweier Raumvektoren paarweise und addieren die Produkte. Über diese Zahl ermitteln sie in Kombination mit den jeweiligen Vektorlängen die eingeschlossene Winkelgröße oder weisen nach, dass zwei Vektoren zueinander orthogonal sind, wenn das Skalarprodukt null ergibt.

Häufig wird das Skalarprodukt mit einer Vektorberechnung verwechselt: Statt einer einfachen Maßzahl wird fälschlicherweise wieder ein Vektor notiert. Beim Berechnen von Winkeln wird zudem oft vergessen, das Skalarprodukt noch durch das Produkt der beiden Streckenlängen zu teilen, oder Vorzeichenfehler beim Multiplizieren negativer Koordinaten verfälschen das Ergebnis.

In den Übungen bearbeiten die Lernenden dazu drei typische Aufgabenmuster:

  • Skalarprodukt im Raum: Reines Ausrechnen des Werts aus den Vektorkoordinaten.
  • Orthogonale Vektoren im Raum: Prüfen auf Orthogonalität oder das Bestimmen einer unbekannten Koordinate, damit zwei Vektoren senkrecht zueinander stehen.
  • Winkel zwischen Vektoren im Raum: Bestimmen des Schnitt- oder Zwischenwinkels mithilfe der Kosinusformel.

Vektoren im Raum: Längen berechnen und Lage prüfen

Schülerinnen und Schüler berechnen die Länge von räumlichen Vektoren, bilden Linearkombinationen und prüfen, ob Vektoren parallel zueinander verlaufen.

Lehrplanpunkt KMKS2.ME.1 (eigene Nummerierung) Streckenlängen und Winkelgrößen im Raum auch mithilfe des Skalarprodukts bestimmen
Lehrplanpunkt KMKS2.RF.1 (eigene Nummerierung) geometrische Sachverhalte in Ebene und Raum koordinatisieren
Lehrplanpunkt KMKS2.RF.2 (eigene Nummerierung) elementare Operationen mit geometrischen Vektoren ausführen und Vektoren auf Kollinearität untersuchen
Lehrplanpunkt KMKS2.RF.4 (eigene Nummerierung) Vektoren beim Arbeiten mit geradlinig bzw. ebenflächig begrenzten geometrischen Objekten anwenden (A2)

Im dreidimensionalen Raum lernen Jugendliche, geometrische Richtungen und Strecken mithilfe von Koordinaten darzustellen. Sie führen grundlegende Rechenoperationen durch, bestimmen die Länge (den Betrag) eines Vektors über die Summe der quadrierten Koordinaten und kombinieren mehrere Vektoren durch Addition und Multiplikation mit Zahlen zu einer Linearkombination. Zudem untersuchen sie Vektoren auf Kollinearität, um festzustellen, ob zwei Vektoren parallel zueinander liegen.

Typische Fehler treten vor allem beim Umgang mit Vorzeichen auf: Wird ein negatives Vorzeichen beim Quadrieren zur Längenberechnung nicht eingeklammert, führt dies zu Rechenfehlern unter der Wurzel. Bei der Prüfung auf Kollinearität wird häufig übersehen, dass derselbe Umrechnungsfaktor für alle drei Koordinaten gleichzeitig gelten muss; stimmt er nur für zwei Achsen überein, sind die Vektoren nicht kollinear.

In den Aufgabenformaten dieser Stufe üben die Jugendlichen diese Schritte anhand konkreter Zahlenwerte:

  • Länge eines Vektors im Raum: Den Betrag eines gegebenen 3D-Vektors exakt oder als Näherungswert bestimmen.
  • Linearkombination von Vektoren im Raum: Vektoren skalar multiplizieren und addieren, um Zielvektoren zu berechnen.
  • Kollineare Vektoren im Raum: Rechnerisch prüfen, ob zwei Vektoren Vielfache voneinander sind.

Totale Wahrscheinlichkeit und Satz von Bayes

Jugendliche berechnen mithilfe von Baumdiagrammen Gesamtwahrscheinlichkeiten und schließen mit dem Satz von Bayes rückwärts auf zugrunde liegende Ursachen.

Lehrplanpunkt KMKS2.DZ.2 (eigene Nummerierung) Sachverhalte mithilfe von Baumdiagrammen oder Vierfeldertafeln untersuchen und damit Problemstellungen im Kontext bedingter Wahrscheinlichkeiten lösen

In Klasse 11 untersuchen Jugendliche mehrstufige Zufallsexperimente mithilfe von Baumdiagrammen oder Vierfeldertafeln, um Fragestellungen zu bedingten Wahrscheinlichkeiten rechnerisch zu lösen. Sie addieren die Wahrscheinlichkeiten einzelner Pfade, um die Gesamtwahrscheinlichkeit eines bestimmten Endereignisses zu bestimmen (totale Wahrscheinlichkeit), und nutzen den Satz von Bayes, um bei bekanntem Ergebnis die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte vorangegangene Ursache zu ermitteln.

Häufig geraten bei diesen Aufgaben die Richtungen der Bedingungen durcheinander: Es fällt vielen schwer zu unterscheiden, ob nach der Wahrscheinlichkeit für ein Merkmal unter einer bekannten Voraussetzung gefragt ist oder umgekehrt nach der Ursache bei bereits beobachtetem Merkmal. Zudem werden entlang der Äste des Baumdiagramms gelegentlich Wahrscheinlichkeiten fälschlicherweise addiert statt multipliziert.

In den Übungen bearbeiten die Jugendlichen konkrete Urnenmodelle mit zwei Urnen: Zunächst wird per Zufall eine Urne gewählt und daraus eine Kugel gezogen. Aufgaben zur totalen Wahrscheinlichkeit verlangen etwa die Gesamtchance, eine Kugel einer bestimmten Farbe zu ziehen. Aufgaben zum Satz von Bayes kehren diese Frage um: Bei einer bereits gezogenen farbigen Kugel berechnen die Jugendlichen, wie wahrscheinlich es ist, dass diese aus einer bestimmten der beiden Urnen stammt.

Bernoulli-Ketten und Binomialverteilung nutzen

Die Jugendlichen lernen, mehrstufige Zufallsexperimente als Bernoulli-Kette zu modellieren sowie Trefferwahrscheinlichkeiten und den Erwartungswert der Binomialverteilung zu berechnen.

Lehrplanpunkt KMKS2.DZ.4 (eigene Nummerierung) die Binomialverteilung und ihre Kenngrößen nutzen
Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.12 (eigene Nummerierung) Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen zur Beschreibung stochastischer Situationen nutzen

In der 11. Klasse lernen die Jugendlichen, Zufallsprozesse mit genau zwei möglichen Ausgängen – wie Treffer oder Niete – mathematisch zu erfassen. Sie untersuchen Situationen, in denen Versuche unabhängig voneinander wiederholt werden und sich die Trefferwahrscheinlichkeit nicht ändert. Darauf aufbauend nutzen sie die Binomialverteilung, um Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Trefferzahlen zu ermitteln und Kenngrößen wie den Erwartungswert zu berechnen.

Häufig schleichen sich Fehler ein, wenn die Voraussetzungen eines Bernoulli-Experiments übersehen werden: Beispielsweise verändern sich bei Zufallsexperimenten ohne Zurücklegen die Wahrscheinlichkeiten mit jedem Zug, sodass keine Binomialverteilung angewendet werden darf. Ein weiterer typischer Fehler liegt im Auslassen des Binomialkoeffizienten in der Rechenformel, wodurch versehentlich nur eine einzige Pfadreihenfolge statt aller möglichen Trefferkombinationen berücksichtigt wird.

In Übungsaufgaben zur Bernoulli-Kette und zum Erwartungswert der Binomialverteilung bearbeiten die Jugendlichen praxisnahe Fragestellungen. Typische Aufgaben verlangen etwa die Berechnung der Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Trefferzahl bei Qualitätsprüfungen, bei Multiple-Choice-Tests oder bei Würfelspielen sowie das Bestimmen des langfristig zu erwartenden Mittelwerts.

Funktionswerte von Exponentialfunktionen berechnen

Jugendliche berechnen Funktionswerte von wachsenden und fallenden Exponentialfunktionen und nutzen diese zur Beschreibung quantitativer Zusammenhänge.

Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.1 (eigene Nummerierung) die sich aus den Funktionen der Sekundarstufe I ergebenden Funktionsklassen zur Beschreibung und Untersuchung quantifizierbarer Zusammenhänge nutzen

In der 11. Klasse nutzen Schülerinnen und Schüler die aus der Mittelstufe bekannten Exponentialfunktionen, um quantitative Zusammenhänge rechnerisch zu untersuchen. Sie setzen vorgegebene Zahlenwerte für die Variable ein und berechnen den zugehörigen Funktionswert sowohl für zunehmende als auch für abnehmende Entwicklungen.

Ein typischer Fehler entsteht bei der Beachtung der Rechengesetze: Bei Funktionstermen wie a · bx wird häufig zuerst fälschlicherweise die Multiplikation von a und b ausgeführt, anstatt zuerst die Potenz bx zu berechnen. Zudem führen gebrochene oder negative Exponenten bei fallenden Verläufen immer wieder zu Fehlern bei der Umformung und Auswertung.

Typische Aufgabenformate wie Wert einer Exponentialfunktion verlangen das präzise Ausrechnen des Funktionswerts an einer konkreten Stelle. In Aufgaben zur Fallenden Exponentialfunktion ermitteln die Jugendlichen gezielt Zwischen- oder Endwerte von Zerfalls- und Abnahmeprozessen anhand der passenden Funktionsgleichung.

Gleichungssysteme mit dem Additionsverfahren lösen

Jugendliche lösen lineare Gleichungssysteme mit zwei Variablen über das Additionsverfahren und bestimmen, ob es genau eine, keine oder unendlich viele Lösungen gibt.

Lehrplanpunkt KMKS2.AZ.1 (eigene Nummerierung) geeignete Verfahren zur Lösung von Gleichungen und Gleichungssystemen auswählen

In Klasse 11 nutzen die Jugendlichen gezielt das Additionsverfahren, um lineare Gleichungssysteme mit zwei Unbekannten rechnerisch zu lösen. Durch passendes Multiplizieren und Addieren der Zeilen eliminieren sie eine Variable und berechnen den Wert der verbleibenden Größe. Zudem lernen sie, die Anzahl der Lösungen systematisch zu bestimmen und zwischen eindeutigen, unlösbaren und mehrdeutigen Fällen zu unterscheiden.

Typische Fehler passieren vor allem bei Vorzeichenwechseln, wenn Gleichungen mit negativen Faktoren multipliziert werden, um Koeffizienten anzugleichen. Häufig fällt auch die richtige Interpretation rechnerischer Sonderfälle schwer: Ein Widerspruch wie 0 = 7 bedeutet, dass das System keine Lösung besitzt, während eine wahre Aussage wie 0 = 0 für unendlich viele Lösungen steht.

In der Praxis begegnen den Lernenden Aufgaben wie Gleichungssystem — Additionsverfahren, bei denen zwei Zeilen mit ganzzahligen Koeffizienten Schritt für Schritt aufgelöst werden müssen. Beim Aufgabentyp Anzahl der Lösungen eines Systems untersuchen sie vorgegebene Gleichungspaare daraufhin, ob sie genau ein Zahlenpaar, gar kein Wertepaar oder unendlich viele Lösungen als Ergebnis liefern.

Länge von Vektoren und Linearkombinationen

Schülerinnen und Schüler berechnen die Länge von Vektoren im Raum und verknüpfen Vektoren durch Addition und Skalarmultiplikation zu Linearkombinationen.

Lehrplanpunkt KMKS2.RF.2 (eigene Nummerierung) elementare Operationen mit geometrischen Vektoren ausführen und Vektoren auf Kollinearität untersuchen

In Klasse 11 lernen Jugendliche, elementare Rechenoperationen mit geometrischen Vektoren sicher auszuführen. Sie bestimmen anhand der Koordinaten den Betrag (die geometrische Länge) eines Vektors und berechnen Linearkombinationen, indem sie Vektoren mit reellen Zahlen multiplizieren und miteinander addieren oder subtrahieren.

Häufig treten Rechenfehler bei negativen Vorzeichen auf: Wird die Länge eines Vektors berechnet, müssen die einzelnen Koordinaten quadriert und summiert werden. Hierbei wird ein Minuszeichen vor einer Koordinate oft fälschlicherweise auch nach dem Quadrieren beibehalten (etwa (-4)² = -16 statt 16), was zu falschen Werten unter der Wurzel führt.

In den Übungsaufgaben bearbeiten die Schülerinnen und Schüler typischerweise zwei Aufgabenformate:

  • Länge eines Vektors: Für einen vorgegebenen Koordinatenvektor wird der exakte Betrag über die Wurzel aus der Summe der Koordinatenquadrate ermittelt.
  • Linearkombination von Vektoren: Gegebene Vektoren werden mit Faktoren skaliert und komponentenweise zusammengefasst, um einen neuen Ergebnisvektor zu bestimmen.

Stammfunktionen und bestimmte Integrale berechnen

Jugendliche lernen, zu Funktionen Stammfunktionen zu bestimmen, bestimmte Integrale zu berechnen und diese als rekonstruierten Gesamtbestand eines Vorgangs sachgerecht zu deuten.

Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.11 (eigene Nummerierung) Funktionen mittels Stammfunktionen integrieren
Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.9 (eigene Nummerierung) das bestimmte Integral deuten, insbesondere als (re-)konstruierten Bestand

In der 11. Klasse lernen Schülerinnen und Schüler, die Rechenoperation des Ableitens umzukehren. Sie bestimmen zu einer vorgegebenen Funktion eine passende Stammfunktion und nutzen diese, um ein bestimmtes Integral über einem festen Intervall exakt zu berechnen. Zudem lernen sie, diesen Rechenwert in Anwendungssituationen zu deuten, insbesondere als rekonstruierten Bestand einer Größe, deren Änderungsrate bekannt ist.

Eine typische Fehlerquelle liegt beim Berechnen des bestimmten Integrals: Nach dem Ermitteln der Stammfunktion müssen die obere und untere Grenze eingesetzt und voneinander subtrahiert werden. Hierbei kommt es häufig zu Vorzeichenfehlern, wenn Klammern um den subtrahierten Term der unteren Grenze vergessen werden. Auch wird beim Aufstellen der Stammfunktion gelegentlich versehentlich abgeleitet statt aufgeleitet.

Im Unterricht und bei den Übungen stehen zwei Aufgabentypen im Mittelpunkt:

  • Stammfunktion: Zu einer Funktionsgleichung wird die zugehörige Stammfunktion gebildet.
  • Bestimmtes Integral: Ein Integral mit festen Integrationsgrenzen wird rechnerisch bestimmt und bezogen auf einen Sachzusammenhang interpretiert.

Punkte und Geraden im dreidimensionalen Raum

Schülerinnen und Schüler berechnen Abstände zwischen Punkten im Raum und prüfen mithilfe von Vektoren, ob ein gegebener Punkt auf einer Geraden liegt.

Lehrplanpunkt KMKS2.RF.4 (eigene Nummerierung) Vektoren beim Arbeiten mit geradlinig bzw. ebenflächig begrenzten geometrischen Objekten anwenden (A2)
Lehrplanpunkt KMKS2.RF.5 (eigene Nummerierung) Geraden und Ebenen analytisch beschreiben und die Lagebeziehungen von Geraden untersuchen (A2)

In der 11. Klasse wenden Jugendliche Vektoren an, um geometrische Objekte im dreidimensionalen Raum rechnerisch zu erfassen. Sie stellen Geraden mithilfe eines Stütz- und eines Richtungsvektors in Parameterform dar und bestimmen den exakten Abstand zwischen zwei Punkten im Raum über deren Koordinaten.

Ein typischer Fehler tritt bei der sogenannten Punktprobe auf: Lernende berechnen den Geradenparameter oft nur für die erste Koordinate und nehmen fälschlicherweise an, dass der Punkt damit auf der Geraden liegt. Für ein korrektes Ergebnis muss derselbe Parameterwert jedoch für alle drei Raumkoordinaten (x, y und z) übereinstimmen. Zudem führen Rechenzeichen und negative Koordinaten beim Bilden der Differenzen unter der Abstands-Wurzel leicht zu Vorzeichenfehlern.

In den Übungsaufgaben bearbeiten die Lernenden konkrete Fragestellungen aus zwei Schwerpunkten:

  • Abstand zweier Punkte im Raum: Hier werden die Koordinaten zweier Punkte vorgegeben, um die Länge der Verbindungsstrecke exakt zu berechnen.
  • Punkt auf einer Geraden im Raum: Die Jugendlichen setzen die Koordinaten eines Punkts mit einer Geradengleichung gleich und prüfen durch Lösen des linearen Systems, ob der Punkt Teil der Geraden ist.

2x2-Matrizen: Determinante und inverse Matrix

Jugendliche berechnen die Determinante einer 2×2-Matrix und bestimmen deren inverse Matrix, um matrizengestützte Prozesse rechnerisch umzukehren.

Lehrplanpunkt KMKS2.AZ.5 (eigene Nummerierung) mathematische Prozesse durch Matrizen unter Nutzung von Matrizenmultiplikation und inversen Matrizen beschreiben (A1)

In der 11. Klasse lernen die Schülerinnen und Schüler, für quadratische 2×2-Matrizen die Determinante zu ermitteln. Sie nutzen diesen Wert, um festzustellen, ob eine Matrix überhaupt umkehrbar ist. Ist die Determinante ungleich null, stellen sie die inverse Matrix auf, mit deren Hilfe sich mehrstufige Prozesse über die Matrizenmultiplikation rückgängig machen lassen.

Typische Fehler entstehen vor allem bei negativen Rechenzeichen: Bei der Determinantenberechnung wird das Produkt der Nebendiagonale subtrahiert, wodurch Minuszeichen leicht übersehen werden. Beim Bilden der inversen Matrix werden zudem oft die Vertauschung der Hauptdiagonalelemente und der Vorzeichenwechsel auf der Nebendiagonale verwechselt oder das finale Teilen durch die Determinante wird vergessen.

In den Aufgabenformaten Determinante einer Matrix und Inverse Matrix bearbeiten die Lernenden vorgegebene 2×2-Zahlenmatrizen. Sie berechnen die Kenngröße der Determinante, geben bei Lösbarkeit die inverse Matrix an oder begründen rechnerisch, warum bei einer Determinante von null keine Umkehrung existiert.

Bedingte Wahrscheinlichkeit aus Vierfeldertafeln

Schülerinnen und Schüler lernen, bedingte Wahrscheinlichkeiten mithilfe von Vierfeldertafeln zu berechnen und reale Sachverhalte mathematisch auszuwerten.

Lehrplanpunkt KMKS2.DZ.2 (eigene Nummerierung) Sachverhalte mithilfe von Baumdiagrammen oder Vierfeldertafeln untersuchen und damit Problemstellungen im Kontext bedingter Wahrscheinlichkeiten lösen

In der 11. Klasse untersuchen Jugendliche Sachverhalte mit zwei Merkmalen und werten dazu Vierfeldertafeln aus. Sie lernen, eine Wahrscheinlichkeit unter einer bereits bekannten Vorbedingung zu bestimmen. Dabei reduzieren sie die Gesamtzahl aller Fälle gezielt auf die vorgegebene Teilgruppe und setzen die entsprechenden Werte zueinander ins Verhältnis.

Ein typischer Stolperstein ist die Verwechslung von Bedingung und Schnittmenge: Häufig teilen Lernende den Wert aus dem inneren Feld versehentlich durch die Gesamtzahl aller Fälle statt durch die Summe der relevanten Zeile oder Spalte. Ebenso wird oft vertauscht, welches Merkmal die bereits bekannte Bedingung darstellt und welches Ereignis eigentlich gesucht ist.

Typische Aufgabenformate nutzen die Vorlage Bedingte Wahrscheinlichkeit aus der Vierfeldertafel. Anhand von vorgegebenen absoluten Häufigkeiten oder Wahrscheinlichkeiten in einer Tabelle berechnen die Lernenden gezielte Fragestellungen, beispielsweise wie wahrscheinlich ein Merkmal B eintritt, wenn Merkmal A bereits sicher eingetreten ist.

Varianz und Streuung von Datenreihen berechnen

Schülerinnen und Schüler berechnen die Varianz einer Stichprobe und beschreiben damit, wie weit Messwerte um ihren Mittelwert streuen.

Lehrplanpunkt KMKS2.ME.6 (eigene Nummerierung) Lage- und Streumaße einer Stichprobe bestimmen und deuten

In Klasse 11 bestimmen Schülerinnen und Schüler Streumaße für gegebene Stichproben. Sie ermitteln zunächst den Mittelwert einer Datenreihe und berechnen daraus die Varianz als Maß dafür, wie weit die einzelnen Werte um dieses Zentrum streuen, um die Verteilung sachgerecht zu deuten.

Ein typischer Fehler entsteht bei der Berechnung der Abweichungen: Werden die Differenzen zum Mittelwert vor dem Aufsummieren nicht quadriert, heben sich positive und negative Abweichungen gegenseitig auf. Häufig wird auch vergessen, die Summe der quadrierten Abweichungen am Ende durch die Anzahl der Werte zu teilen.

In Aufgaben zur Varianz einer Datenreihe liegt eine Reihe konkreter Zahlenwerte vor, beispielsweise Messdaten. Die Lernenden bestimmen den Durchschnitt, berechnen für jeden Einzelwert den quadrierten Abstand dazu und ermitteln daraus rechnerisch die Varianz.

Grenzwerte von Zahlenfolgen bestimmen

Schülerinnen und Schüler untersuchen das Verhalten gebrochener Zahlenfolgen für sehr große Werte und bestimmen deren Grenzwert.

Lehrplanpunkt KMKS2.AZ.3 (eigene Nummerierung) Grenzwerte auf der Grundlage eines propädeutischen Grenzwertbegriffs insbesondere bei der Bestimmung von Ableitung und Integral nutzen

In Klasse 11 lernen Jugendliche, das langfristige Verhalten von Zahlenfolgen zu analysieren, wenn der Index n immer weiter anwächst. Auf der Basis eines anschaulichen, propädeutischen Grenzwertbegriffs ermitteln sie, welchem festen Zahlenwert sich eine Folge annähert. Dieses Verständnis bereitet den Einstieg in die Differenzial- und Integralrechnung vor, bei der Grenzwerte für Ableitungen und Flächenberechnungen unverzichtbar sind.

Schwierigkeiten treten häufig auf, wenn Zähler und Nenner gleichzeitig anwachsen. Lernende neigen oft dazu, ungenaue Vermutungen durch das bloße Einsetzen großer Zahlen anzustellen, anstatt den Bruch umzuformen. Dabei wird leicht übersehen, welcher Term im Bruch das Wachstum bestimmt, oder Ausdrücke der Form 1/n werden fälschlicherweise nicht als Annäherung an den Wert 0 erkannt.

Typische Aufgaben zur Vorlage Grenzwert einer gebrochenen Folge stellen rationale Terme in Abhängigkeit von n dar, wie etwa (4n + 2) / (2n - 1). Die Schülerinnen und Schüler klammern dazu die höchste Potenz von n in Zähler und Nenner aus, kürzen den Bruch und begründen so Schritt für Schritt den exakten Grenzwert.

Den gewichteten Durchschnitt berechnen

Schülerinnen und Schüler lernen, den gewichteten Mittelwert aus Werten mit unterschiedlicher Bedeutung zu berechnen und das Ergebnis im Sachzusammenhang zu deuten.

Lehrplanpunkt KMKS2.ME.6 (eigene Nummerierung) Lage- und Streumaße einer Stichprobe bestimmen und deuten

In Klasse 11 bestimmen Jugendliche das gewichtete Mittel als Lagemaß einer Stichprobe. Sie multiplizieren dafür einzelne Messwerte oder Teilnoten mit ihren jeweiligen Gewichten, addieren diese Zwischenergebnisse und teilen die Gesamtsumme anschließend durch die Summe aller Gewichte.

Ein typischer Fehler entsteht, wenn aus Gewohnheit das einfache arithmetische Mittel berechnet wird: Lernende addieren lediglich die Werte und teilen durch deren Anzahl, wodurch die unterschiedliche Bedeutung einzelner Angaben verloren geht. Häufig wird auch die Summe der gewichteten Werte am Ende fälschlicherweise durch die Anzahl der Kategorien statt durch das gesamte Gewicht geteilt.

In den Aufgaben zum Gewichteten Mittel berechnen die Schülerinnen und Schüler praxisnahe Kennwerte, beispielsweise eine Zeugnisnote aus unterschiedlich gewichteten Klausuren und mündlichen Beiträgen oder Durchschnittswerte aus tabellarisch erfassten Häufigkeiten.

Erwartungswert aus einer Tabelle berechnen

Jugendliche berechnen den Erwartungswert einer diskreten Zufallsgröße anhand einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeitsverteilung und deuten das Ergebnis im Sachzusammenhang.

Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.12 (eigene Nummerierung) Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen zur Beschreibung stochastischer Situationen nutzen
Lehrplanpunkt KMKS2.ME.7 (eigene Nummerierung) Erwartungswert und Standardabweichung diskreter Zufallsgrößen bestimmen und deuten

In Klasse 11 lernen Schülerinnen und Schüler, den Erwartungswert einer diskreten Zufallsgröße rechnerisch zu bestimmen. Dazu nutzen sie eine Verteilungstabelle: Sie multiplizieren jeden möglichen Wert der Zufallsgröße mit der jeweils zugehörigen Wahrscheinlichkeit und summieren diese Produkte auf, um den theoretischen Durchschnittswert zu ermitteln.

Ein typischer Fehler ist das Berechnen eines einfachen Durchschnitts, bei dem alle Werte der Zufallsgröße addiert und durch deren Anzahl geteilt werden. Dabei wird übersehen, dass die einzelnen Ergebnisse unterschiedlich wahrscheinlich sein können und deshalb mit ihrer Wahrscheinlichkeit gewichtet werden müssen. Gelegentlich werden auch die Werte der Zufallsgröße mit den Wahrscheinlichkeiten vertauscht.

In den Aufgaben zur Vorlage Erwartungswert aus einer Verteilungstabelle liegt meist eine zweizeilige Tabelle vor, die die Ausprägungen einer Zufallsgröße und die dazugehörigen Wahrscheinlichkeiten auflistet – oft eingebettet in einen Sachkontext wie ein Glücksspiel oder eine Qualitätsprüfung. Die Aufgabe besteht darin, den Erwartungswert exakt zu berechnen und das Ergebnis fachgerecht zu interpretieren.

Graphen von Funktionen gezielt verschieben

Schülerinnen und Schüler lernen, wie sich das Verschieben von Funktionsgraphen entlang der Koordinatenachsen auf die jeweilige Funktionsgleichung auswirkt.

Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.1 (eigene Nummerierung) die sich aus den Funktionen der Sekundarstufe I ergebenden Funktionsklassen zur Beschreibung und Untersuchung quantifizierbarer Zusammenhänge nutzen

In Klasse 11 vertiefen Jugendliche den Umgang mit grundlegenden Funktionsklassen aus der Sekundarstufe I und untersuchen Veränderungen an deren Graphen. Sie lernen systematisch, wie sich eine Verschiebung nach oben, unten, links oder rechts rechnerisch im Funktionsterm abbildet – etwa durch das Addieren einer Konstanten zum Funktionswert oder direkt zum Argument x.

Ein typischer Fehler tritt vor allem bei der horizontalen Verschiebung entlang der x-Achse auf: Soll ein Graph nach rechts verschoben werden, muss im Funktionsterm ein Minuszeichen gesetzt werden (also x - d). Häufig setzen Lernende aus Gewohnheit ein Pluszeichen ein und verschieben den Graphen dadurch unbemerkt in die entgegengesetzte Richtung.

Typische Aufgaben im Bereich Verschiebung eines Graphen verlangen entweder, zu einer vorgegebenen Ausgangsfunktion den neuen Term nach einer Verschiebung um bestimmte Einheiten aufzustellen, oder anhand einer Zeichnung die genaue Verschiebung abzulesen und rechnerisch zu beschreiben.

Mittlere Änderungsrate berechnen und verstehen

Schülerinnen und Schüler lernen, die durchschnittliche Steigung zwischen zwei Punkten eines Funktionsgraphen mithilfe des Differenzenquotienten zu berechnen und im Sachzusammenhang zu deuten.

Lehrplanpunkt KMKS2.ME.2 (eigene Nummerierung) Sekanten- und Tangentensteigungen an Funktionsgraphen bestimmen
Lehrplanpunkt KMKS2.ME.3 (eigene Nummerierung) Änderungsraten berechnen und deuten

In der 11. Klasse lernen die Jugendlichen, Sekantensteigungen an Funktionsgraphen zu bestimmen und mittlere Änderungsraten über einem vorgegebenen Intervall rechnerisch zu ermitteln. Sie nutzen dafür die Differenzenquotienten-Formel und lernen, das Rechenergebnis in Anwendungskontexten sinnvoll zu interpretieren, beispielsweise als durchschnittliche Geschwindigkeit oder mittleres Wachstum über einen bestimmten Zeitraum.

Ein typischer Fehler liegt in der Verwechslung der Achsenwerte: Häufig werden im Bruch die Differenz der x-Werte und die Differenz der Funktionswerte im Zähler und Nenner vertauscht. Ebenso führt eine uneinheitliche Reihenfolge beim Einsetzen der Koordinaten oft zu fehlerhaften Vorzeichen.

Typische Aufgaben aus dem Bereich Mittlere Änderungsrate geben eine Funktionsgleichung oder einen Graphen sowie zwei Stellen vor. Die Lernenden berechnen dazu die jeweiligen Funktionswerte, bilden das Verhältnis aus der Änderung der Funktionswerte und der Änderung der Eingabewerte und bestimmen so die gesuchte Steigung der Sekante.

Funktionen miteinander verketten

Schülerinnen und Schüler lernen, zwei Funktionen in einfachen Fällen nacheinander auszuführen und zu einer neuen Funktion zusammenzusetzen.

Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.2 (eigene Nummerierung) in einfachen Fällen Verknüpfungen und Verkettungen von Funktionen zur Beschreibung quantifizierbarer Zusammenhänge nutzen

In Klasse 11 lernen Jugendliche, in einfachen Fällen zwei Funktionen miteinander zu verketten. Dabei dient das Ergebnis einer inneren Funktion als Eingabe für eine äußere Funktion. Auf diese Weise beschreiben sie mehrstufige quantitative Abläufe mathematisch in einem einzigen zusammenhängenden Funktionsterm.

Häufig kommt es dabei zu Verwechslungen bei der Reihenfolge: Viele Lernende vertauschen die innere und die äußere Funktion. Bei einem Ausdruck wie f(g(x)) wird dann fälschlicherweise der Term von f in g eingesetzt statt umgekehrt, oder die beiden Funktionsterme werden irrtümlich miteinander multipliziert.

Typische Aufgaben zur Verkettung von Funktionen geben zwei einfache Funktionsgleichungen vor, beispielsweise eine lineare Funktion und eine Potenzfunktion. Die Schülerinnen und Schüler bilden daraus rechnerisch die zusammengesetzten Terme f(g(x)) sowie g(f(x)) und vereinfachen den resultierenden Term so weit wie möglich.

Funktionswerte quadratischer Funktionen berechnen

Die Jugendlichen setzen gegebene Zahlen in quadratische Funktionsgleichungen ein und berechnen den zugehörigen Funktionswert.

Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.1 (eigene Nummerierung) die sich aus den Funktionen der Sekundarstufe I ergebenden Funktionsklassen zur Beschreibung und Untersuchung quantifizierbarer Zusammenhänge nutzen

In Klasse 11 greifen die Schülerinnen und Schüler auf Grundlagen aus der Sekundarstufe I zurück und werten quadratische Zusammenhänge rechnerisch aus. Für eine gegebene Funktionsgleichung der Form f(x) = ax² + bx + c setzen sie eine konkrete Zahl für x ein und berechnen den zugehörigen y-Wert bzw. Funktionswert schrittweise.

Typische Fehler entstehen vor allem beim Umgang mit negativen Zahlen: Wird eine negative Zahl quadriert, wird häufig die Klammerung übersehen (etwa -3² = -9 statt (-3)² = 9). Auch die Rechenreihenfolge führt zu Verwirrung, wenn fälschlicherweise erst die Zahl mit dem Vorfaktor a multipliziert und erst danach quadriert wird.

In Aufgaben der Vorlage Funktionswert einer quadratischen Funktion ist eine Gleichung mit ganzzahligen oder rationalen Koeffizienten vorgegeben. Die Jugendlichen berechnen dazu den Funktionswert an einer bestimmten Stelle, beispielsweise f(-2) für f(x) = 2x² - 3x + 1.

Gleichungssysteme mit drei Unbekannten lösen

Jugendliche lernen, lineare Gleichungssysteme mit drei Unbekannten Schritt für Schritt mit einem systematischen Rechenverfahren wie dem Gauß-Verfahren zu lösen.

Lehrplanpunkt KMKS2.AZ.2 (eigene Nummerierung) ein algorithmisches Lösungsverfahren für lineare Gleichungssysteme erläutern und es anwenden

In Klasse 11 wenden Schülerinnen und Schüler ein algorithmisches Lösungsverfahren an, um Gleichungssysteme mit drei Unbekannten zielgerichtet zu lösen und die einzelnen Rechenschritte fachlich zu begründen. Sie bringen das System meist mithilfe des Gauß-Verfahrens in eine Stufenform, um daraus die Werte für alle drei Variablen exakt zu berechnen.

Typische Fehler passieren dabei selten beim Grundverständnis, sondern im Rechenverlauf: Vorzeichenfehler beim voneinander Subtrahieren ganzer Zeilen sind häufig. Zudem wird oft eine Gleichung verrechnet, die bereits eliminierte Unbekannte wieder ins Spiel bringt, sodass die erarbeitete Stufenform verloren geht.

Typische Aufgabenformate unter dem Titel Lineares Gleichungssystem mit drei Unbekannten stellen drei Gleichungen mit drei Variablen (häufig x, y und z) bereit. Die Lernenden multiplizieren die Zeilen passend, addieren oder subtrahieren sie schrittweise, bis eine Variable direkt abgelesen werden kann, und ermitteln die übrigen Unbekannten durch schrittweises Einsetzen.

Skalarprodukt geometrisch deuten und anwenden

Jugendliche lernen, das Skalarprodukt von Vektoren zu berechnen und dessen geometrische Bedeutung für Winkel und Orthogonalität im Raum zu erkennen.

Lehrplanpunkt KMKS2.RF.3 (eigene Nummerierung) das Skalarprodukt geometrisch deuten

In der 11. Klasse lernen Schülerinnen und Schüler, das Skalarprodukt zweier Vektoren im Raum rechnerisch zu bestimmen und geometrisch zu interpretieren. Sie erfassen, was der berechnete Zahlenwert über die Ausrichtung der Vektoren zueinander aussagt – vor allem, dass ein Skalarprodukt von null bedeutet, dass die Vektoren orthogonal zueinander stehen und somit einen rechten Winkel bilden.

Ein typischer Fehler liegt darin, das Skalarprodukt mit einer Vektoraddition oder einem Vektorprodukt zu verwechseln: Oft wird irrtümlich ein neuer Vektor als Ergebnis notiert, anstatt einer einzelnen Zahl (einem Skalar). Ebenso bereitet es mitunter Schwierigkeiten, das Vorzeichen des Ergebnisses richtig zu deuten, welches anzeigt, ob zwischen den Vektoren ein spitzer oder ein stumpfer Winkel liegt.

In Übungen aus der Vorlage Skalarprodukt berechnen die Jugendlichen das Produkt anhand gegebener Koordinaten im dreidimensionalen Raum und prüfen mit dem Ergebnis ganz konkret, ob vorgegebene Richtungen senkrecht aufeinanderstehen.

Flächen unter einer Parabel berechnen

Jugendliche lernen, mithilfe der Integralrechnung den genauen Flächeninhalt zu berechnen, der von einem Funktionsgraphen wie einer Parabel begrenzt wird.

Lehrplanpunkt KMKS2.ME.4 (eigene Nummerierung) Inhalte von Flächen, die durch Funktionsgraphen begrenzt sind, bestimmen

In der 11. Klasse wenden Jugendliche die Grundlagen der Integralrechnung an, um den Inhalt krummlinig begrenzter Flächen exakt zu bestimmen. Sie bilden dazu die passende Stammfunktion für eine gegebene Parabel, setzen die Integrationsgrenzen ein und berechnen die Differenz der Werte, um die Fläche zwischen dem Graphen und der x-Achse zu ermitteln.

Häufig kommt es zu Fehlern, wenn ein Teil des Graphen unterhalb der x-Achse verläuft. Da das Integral dort einen negativen Wert liefert, heben sich Flächenstücke oberhalb und unterhalb der Achse bei einer unüberlegten Gesamtrechnung gegenseitig auf. Die Lernenden müssen daher zuerst Nullstellen beachten und Intervalle getrennt berechnen.

Typische Aufgaben zur Fläche unter einer Parabel geben eine quadratische Funktion sowie ein Intervall oder Schnittpunkte mit der x-Achse vor. Die Schülerinnen und Schüler skizzieren oder analysieren den Verlauf, stellen das bestimmte Integral auf und berechnen den exakten Flächeninhalt Schritt für Schritt.

Rotationsvolumen mit Integralen berechnen

Schülerinnen und Schüler berechnen das Volumen von Körpern, die durch die Drehung eines Funktionsgraphen um die x-Achse entstehen, mithilfe der Integralrechnung.

In der 11. Klasse wenden die Jugendlichen die Integralrechnung auf dreidimensionale Formen an. Sie bestimmen das Volumen von symmetrischen Körpern, die entstehen, wenn eine Kurve um die x-Achse rotiert. Dazu quadrieren sie die gegebene Funktionsgleichung, bilden die passende Stammfunktion über den festgelegten Intervallgrenzen und multiplizieren das Ergebnis mit der Kreiszahl Pi.

Typische Rechenfehler entstehen oft bei der Reihenfolge der Rechenschritte: Häufig wird vergessen, den Funktionsterm vor dem Integrieren zu quadrieren, oder es wird erst die Stammfunktion gebildet und diese nachträglich quadriert. Auch der konstante Faktor Pi wird beim Einsetzen der Integrationsgrenzen gelegentlich übersehen.

Aufgaben zum Rotationsvolumen stellen meist eine Funktion und ein konkretes Intervall bereit, die oft reale Objekte wie Vasen, Trichter oder Bauteile modellieren. Die Lernenden setzen den Funktionsterm in die Volumenformel ein, bestimmen die exakten Grenzen und berechnen so das Rauminhaltsergebnis.

Bestände aus Änderungsraten berechnen

Jugendliche lernen, aus einer gegebenen Änderungsrate und einem Anfangsbestand den tatsächlichen Gesamtbestand über das bestimmte Integral zu berechnen.

Lehrplanpunkt KMKS2.FZ.9 (eigene Nummerierung) das bestimmte Integral deuten, insbesondere als (re-)konstruierten Bestand
Lehrplanpunkt KMKS2.ME.5 (eigene Nummerierung) Bestände aus Änderungsraten und Anfangsbestand berechnen

In der 11. Klasse lernen die Jugendlichen im Rahmen der Integralrechnung, wie sich ein Gesamtwert über die Zeit aus einer Zufluss- oder Änderungsrate rekonstruieren lässt. Sie nutzen das bestimmte Integral, um die aufgelaufene Veränderung in einem Zeitraum zu ermitteln, und verknüpfen dieses Ergebnis mit dem Anfangsbestand, um den tatsächlichen Endwert zu bestimmen.

Ein typischer Fehler besteht darin, den Anfangsbestand zu vergessen. Viele Schülerinnen und Schüler berechnen zwar das Integral der Änderungsrate mathematisch richtig, setzen dieses Zwischenergebnis jedoch fälschlicherweise mit dem Gesamtbestand gleich. Dabei wird übersehen, dass das Integral nur den reinen Zuwachs beschreibt und die bereits zu Beginn vorhandene Menge noch addiert werden muss.

In Übungen wie der Vorlage Bestand aus der Zuflussrate bearbeiten die Jugendlichen praxisnahe Sachsituationen. Typischerweise ist beispielsweise eine Funktion vorgegeben, die das Einströmen von Wasser in ein Becken beschreibt, zusammen mit dem Wasserstand zu Beginn. Die Aufgabe besteht darin, durch Integration der Zuflussrate und Addition des Startwerts das gesamte Wasservolumen zu einem festgelegten Zeitpunkt exakt zu ermitteln.

Tangente mit der Ableitung bestimmen

Schülerinnen und Schüler lernen, mithilfe der Ableitung die Steigung und die Funktionsgleichung einer Tangente an einen Graphen zu berechnen.

Lehrplanpunkt KMKS2.ME.2 (eigene Nummerierung) Sekanten- und Tangentensteigungen an Funktionsgraphen bestimmen

In der 11. Klasse nutzen Jugendliche die erste Ableitung einer Funktion, um die Steigung eines Graphen an einer konkreten Stelle exakt zu ermitteln. Aus dieser Steigung und dem Berührpunkt stellen sie die vollständige lineare Funktionsgleichung der Tangente auf.

Ein typischer Fehler entsteht dabei durch das Verwechseln von Ausgangsfunktion und Ableitung: Häufig setzen Lernende den x-Wert in die ursprüngliche Funktion ein, um die Steigung zu erhalten, statt die Ableitung zu nutzen. Ebenso wird nach dem Berechnen der Tangentensteigung oft vergessen, den passenden y-Achsenabschnitt über den Berührpunkt rechnerisch zu bestimmen.

In typischen Aufgaben aus der Vorlage Tangente an einen Funktionsgraphen ist eine Funktionsgleichung zusammen mit einer Berührstelle vorgegeben. Die Jugendlichen leiten die Funktion ab, berechnen die Tangentensteigung an diesem Punkt und formulieren abschließend die fertige Geradengleichung.

Aufgabenvorlagen zum Ausdrucken

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