Eine Münze wird geworfen: bei Kopf wird eine Kugel aus Urne I gezogen, bei Zahl aus Urne II. Urne I: weiße Kugeln 5 von 8; Urne II: weiße Kugeln 1 von 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit, eine weiße Kugel zu ziehen.
P = □
Lösung: 9/16
Imaginesis: Mathe-Arbeitsblätter zum Ausdrucken, Klasse 12 (Deutschland), Leitidee Daten und Zufall — Satz von Bayes und totale Wahrscheinlichkeit, Bernoulli-Ketten und Binomialverteilung anwenden, Bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen: Sachaufgaben mit Hinweisen, Lösungen und Rechenweg als PDF, auch als Klassenarbeit in Gruppen A–D.
Eine Münze wird geworfen: bei Kopf wird eine Kugel aus Urne I gezogen, bei Zahl aus Urne II. Urne I: weiße Kugeln 5 von 8; Urne II: weiße Kugeln 1 von 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit, eine weiße Kugel zu ziehen.
P = □
Lösung: 9/16
Ein Versuch wird 4-mal unabhängig wiederholt; jeder Versuch ist mit der Wahrscheinlichkeit p ein Erfolg. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der Erfolge 1 beträgt.
p = 1/3
Lösung: 32/81
Die Tabelle gibt die Anzahlen der Personen mit oder ohne Merkmal A (A′) und mit oder ohne Merkmal B (B′) an. Eine Person wird zufällig ausgewählt. Berechne P(A | B).
B | B'; A | 12 | 6; A' | 14 | 22
Lösung: 6/13
Jugendliche berechnen mithilfe von Baumdiagrammen Gesamtwahrscheinlichkeiten und bestimmen bedingte Wahrscheinlichkeiten mit dem Satz von Bayes.
KMKS2.DZ.2 Sachverhalte mithilfe von Baumdiagrammen oder Vierfeldertafeln untersuchen und damit Problemstellungen im Kontext bedingter Wahrscheinlichkeiten lösen
In Klasse 12 untersuchen Schülerinnen und Schüler mehrstufige Sachverhalte strukturiert mithilfe von Baumdiagrammen oder Vierfeldertafeln. Sie nutzen den Satz der totalen Wahrscheinlichkeit, um die Gesamtwahrscheinlichkeit eines zusammengesetzten Ereignisses über verschiedene Pfade zu ermitteln, und wenden die Formel von Bayes an, um bedingte Wahrscheinlichkeiten bei veränderter Informationslage rückwärts zu berechnen.
Häufig fällt es Jugendlichen schwer, das gegebene Ereignis und die gesuchte Bedingung sauber auseinanderzuhalten. Ein typischer Fehler ist das Verwechseln der Wahrscheinlichkeit von A unter der Bedingung B mit der umgekehrten Wahrscheinlichkeit von B unter der Bedingung A. Zudem werden beim Ausrechnen am Baumdiagramm mitunter die Pfadmultiplikation und die Pfadaddition miteinander vermengt.
In den Übungen bearbeiten die Lernenden konkrete Zufallsexperimente anhand von Urnen:
Aufgabentypen: Satz von Bayes — zwei Urnen · Satz von Bayes: richtig oder falsch · Totale Wahrscheinlichkeit — zwei Urnen · Totale Wahrscheinlichkeit: richtig oder falsch · Totale Wahrscheinlichkeit: zwei Lostrommeln · Satz von Bayes: wähle die Wahrscheinlichkeit · Totale Wahrscheinlichkeit: wähle das Ergebnis
Jugendliche berechnen Wahrscheinlichkeiten mehrstufiger Zufallsexperimente mit der Binomialverteilung und bestimmen deren Erwartungswert.
KMKS2.DZ.4 die Binomialverteilung und ihre Kenngrößen nutzenKMKS2.FZ.12 Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen zur Beschreibung stochastischer Situationen nutzen
In der 12. Klasse lernen Schülerinnen und Schüler, mehrstufige Zufallsexperimente mit genau zwei möglichen Ausgängen mathematisch zu erfassen. Sie nutzen die Formeln der Binomialverteilung, um gezielt Wahrscheinlichkeiten für eine bestimmte Anzahl von Treffern zu berechnen, und bestimmen Kenngrößen wie den Erwartungswert.
Typische Fehler entstehen häufig beim Bestimmen der Parameter: Lernende übersehen mitunter, dass eine Bernoulli-Kette voraussetzt, dass die Trefferwahrscheinlichkeit über alle Durchgänge hinweg exakt gleich bleibt. Auch wird bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung oft der Binomialkoeffizient vergessen oder die Gesamtzahl der Versuche mit der gewünschten Trefferanzahl vertauscht.
In praktischen Übungen wie der Bernoulli-Kette bearbeiten die Jugendlichen Sachsituationen wie wiederholte Würfelwürfe oder Qualitätskontrollen. Bei Aufgaben zum Erwartungswert der Binomialverteilung berechnen sie rechnerisch, wie viele Treffer bei einer vorgegebenen Versuchszahl im Durchschnitt zu erwarten sind.
Aufgabentypen: Binomialverteilung: richtig oder falsch · Erwartungswert der Binomialverteilung · Bernoulli-Kette · Bernoulli-Kette: genau k Treffer · Bernoulli-Kette: richtig oder falsch · Binomialverteilung: wähle den Erwartungswert · Erwartungswert: wie viele Treffer im Mittel · Bernoulli-Kette: wähle die Wahrscheinlichkeit
Schülerinnen und Schüler berechnen bedingte Wahrscheinlichkeiten gezielt aus Vierfeldertafeln und werten damit stochastische Sachverhalte verlässlich aus.
KMKS2.DZ.2 Sachverhalte mithilfe von Baumdiagrammen oder Vierfeldertafeln untersuchen und damit Problemstellungen im Kontext bedingter Wahrscheinlichkeiten lösen
In der 12. Klasse untersuchen Jugendliche stochastische Zusammenhänge systematisch mithilfe von Vierfeldertafeln und Baumdiagrammen. Sie lernen dabei, die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses unter der Voraussetzung zu bestimmen, dass ein anderes Ereignis bereits eingetreten ist. Aus den Häufigkeiten oder Wahrscheinlichkeiten in den Feldern und Randsummen leiten sie gezielt die gesuchte bedingte Wahrscheinlichkeit ab.
Ein typischer Fehler besteht darin, die Bezugsgröße zu verwechseln: Oft teilen Lernende den Wert einer Schnittmenge durch die Gesamtzahl aller Fälle statt durch die Summe der vorgegebenen Bedingung. Ebenso bereitet es häufig Schwierigkeiten, die Richtung der Bedingung korrekt zu erfassen, sodass etwa die Wahrscheinlichkeit von Merkmal A unter der Bedingung B mit der umgekehrten Bedingung verwechselt wird.
In Übungsaufgaben zur Vorlage Bedingte Wahrscheinlichkeit aus der Vierfeldertafel liegt meist eine tabellarische Übersicht mit zwei Merkmalspaaren vor. Die Schülerinnen und Schüler lesen die relevanten Werte für Bedingung und Schnittmenge ab, vervollständigen bei Bedarf fehlende Tabelleneinträge über die Randsummen und berechnen die exakte bedingte Wahrscheinlichkeit als Bruch oder Prozentwert.